Du benötigst: eine Leine, ein Halsband / Geschirr, hochwertige Kekse, anfangs langweiliges Futter, später darf es auch ein halbes Schwein auf Toast sein.

Ziel: Dein Hund soll lernen vor gefundenen Leckereien zu stoppen und dich, um Erlaubnis zu fragen, ob er diese fressen darf. Er lernt, dass nicht der ganze Boden für ihn gedeckt wurde, sondern, dass er vorher fragen soll. Es schult die Impulskontrolle deines Hundes und du hast somit wertvolle Zeit gewonnen, in der du handeln kannst.

1. Schritt

Du sitzt auf einem Stuhl und hast in jeder Hand Kekse. Du zeigst deinem Hund diese und verschließt dann die Hände zu Fäusten und legst sie auf deinen Knien ab. Und nun wartest du, bis dein Hund dich anschaut. Sollte dein Hund sich entfernen wollen, zeige ihm erneut die Kekse in deinen Händen, aber schließe deine Hände sofort wieder, wenn der Hund mit seiner Aufmerksamkeit bei dir ist.
Sobald dein Hund dir direkt ins Gesicht schaut, lobe ihn und er bekommt sofort einen Keks aus deiner Hand. Schaut er dich sofort an und „fummelt“ nicht mehr an deinen Händen rum, um an den Keks zu kommen, kannst du zu Schritt 2 übergehen.

Mache diese Übung bitte an unterschiedlichen Orten, auch auf deinem Spaziergang. 

2. Schritt

Leine deinen Hund an und halte die Leine fest. Vor deinem Hund wird Futter ausgelegt (anfangs nicht so hochwertig, später darf es gerne auch hochwertiges Futter sein).
Du hältst deinen Hund fest, dabei stehst du hinter ihm, ggf. schräg hinter ihm, falls es deinem Hund schwer fallen sollte sich komplett abzuwenden. Du darfst nichts sagen, du wartest wieder, bis er dich anschaut und Kontakt aufnimmt. Nicht schummeln… nicht Husten, nicht seufzen, nichts sagen und auch nicht ungeduldig von einem Fuß auf den anderen hüpfen. Du wartest einfach nur, bis dein Hund sich freiwillig und kooperativ umdreht. Wenn er sich umdreht und dir ins Gesicht schaut, dann lobst du ihn und gibst mit deinem Freigabe Signal die Leckerchen vor ihm frei.

Diese Übung machst du ebenfalls an unterschiedlichen Orten mit unterschiedlichen Leckerchen.

3. Schritt

Der nächste Schritt ist zunächst, wie Schritt 2, nur dass dein Hund nach seiner Kooperation (Blick zu dir) keine Freigabe erhält, sondern du seinen Namen sagst und mit ihm zusammen von dem Futter auf dem Boden weggehst. Er bekommt ein hochwertiges Leckerchen bei dir, das Leckerchen auf dem Boden bekommt er nicht.

Wichtig!

Schummle nicht, dein Hund soll von allein auf die Idee kommen, dass er mit dir zusammen besser an sein Ziel kommt als ohne dich.
Die Kooperation ist eine Basisübung, die deinem Hund neben der Kooperation auch Impulskontrolle und Frustrationstoleranz näherbringt. Beides sind Fertigkeiten, die für ein harmonisches und entspanntes Leben mit Hund zwingend notwendig sind. 
Mit dieser Übung lernt dein Hund höflich zu sein und nachzufragen, bevor er alles allein entscheidet. 

Fragen? Videos deines gelungenen Trainings? Dann her damit in der WhatApp Gruppe. Ich freue mich von dir und deinem Hund zu lesen und euch zu sehen.