„Oh nein, jetzt hat er schon wieder einen Pferdeapfel (wahlweise austauschbar mit Dönerresten, Babywindel, …) gefressen.“
Wenn dies eine Aussage ist, die häufiger fällt, dann sind diese Texte genau das Richtige für dich und deinen Hund. Dinge unterwegs oder auch im Haus zu fressen ist manchmal lästig, manchmal ekelig und manchmal gefährlich.

Warum fressen unsere Hunde alles, was ihnen vor die Nase kommt?

Haushunde sind keine strikten Fleischfresser, man bezeichnet sie als Carni-Omnivore, also ein Allesfresser, der sich überwiegend von tierischer Nahrung ernährt. Aber Warum?

Im Zuge der Domestikation, lautet eine Theorie, dass sich die Jungwölfe, unter ihnen ist die Sterblichkeit am größten, weil sie noch nicht so viel Erfahrung im Jagen haben und sie oftmals hungern manchmal sogar verhungern. Auf der Suche nach einem eigenen Revier haben sie sich in der Nähe der menschlichen Siedlungen aufgehalten, weil es dort leichter war an etwas zu Essen zu kommen, u.a. Nahrungsreste und auch Kot. Die Menschen fütterten diese Hunde mit Abfällen und Resten, weil es günstig war, wenn sich diese in der Umgebung des Dorfes aufhielten, denn sie warnten nachts vor Überfällen von anderen Stämmen und / oder wilden Tieren. 
Auch heute noch leben die Paria Hunde (Indien, Afrika) so. Sie ernähren sich durch Reste und dadurch, dass sie die Hinterlassenschaften anderer Lebewesen fressen und so das Dorf sauber halten.

Es ist also nicht unnatürlich, dass ein Hund alles frisst, was ihm vor die Schnauze kommt, auch wenn es für uns manchmal ekelig ist. 

• Bauchspeicheldrüse-Insuffizienz
• Würmer
• Toxoplasmen
• Giardien
• Hormonstörungen (Cushing, Diabetis)

können Ursachen für Koprophagie (Kotfressen) sein, aber nicht immer steht dahinter ein krankhaftes Verhalten.

In unserer heutigen Zeit ist es allerdings notwendig, dass unsere Hunde lernen, nicht alles, was auf dem Boden liegt, ist fressbar.
Dafür benötigen wir ein Abbruchsignal, Kooperation und ein „Spuk es aus“ Signal. 
„Nix da“ – das Abbruchsignal bedeutet: Lass das sein und wag es ja nicht, das, was immer du tust, weiter zu machen.
Kooperation bedeutet: Sei höflich und frag nach, bevor du dir das nimmst, was du willst.
„Aus“ bedeutet: Spucke das, was du im Mund hast, aus.